Thursday, September 9th 2010, 10:55am UTC+1

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Almut

Schimmelnase

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Sunday, May 16th 2010, 12:22pm

Samstag, 15.5.2010 - kein Turnierpferd

Endlich kein Regen. Zwar kalt und grau, aber der Platz ist bereitbar. Obwohl wegen des Turniers im Verein gegebünber ein Dauer-Wiehern in der Luft leigt und gerade die ganzen Hänger und LKWs am anreisen sind, reite ich auf dem Platz. Likas ist locker brav und aufmerksam. Nach gut 20 Miuten beginne ich mit dem erstne Galopp, noch im leichten Sitz - strecken - schön - und....rums! Hinter uns ist ein Monster aufgetaucht. En Kinderwagen mit Regenplane und jemand öffnet die Hängertür. Ja, da steht auf unserem Gelände ein Hänger im Eck, das hat Likas bis dahin noch nicht mal zur Kenntnis genommen, daß der sonst nicht dort steht. Und nun kommen ausgrechnet die Leute, als wir von da weg galoppieren. Likas schießt für mich vollkommen überraschend los, ich hatte genauso wenig wie er gesehen, daß da jemand kommt. Im Dressursattel ist da nicht so toll, aber macht nix, schnell wieder beruhigt und im Schritt weiter. Am besten gehen wir mal dahin und sehen uns da an. Weit gefehlt. Schon in der MITTE unseres ca. 50*50 Platzes rammt Likas die Füße in en Boden, glotzt zu Hänger und Kinderwagen - ich gehe keinen Schritt weiter. Der Kopf kommt hoch, der ganz Körper spannt sich, Likas ist auf der Flucht!!! Er reißt sich grade noch soweit zusammrn, daß er stehen bleibt, solange ich nichts mache. Aber als ich die Beine zumache und finde, er könne ein paar Schirtt gehen, steigt er und schmeißt sich auf der Hinterhand rum. Das hab ich mir ja schon gedacht - wir kennen uns ja nicht erst seit gestern. Aber Dressursattel und kein Martingal ist blöd. Ich hab zwar kein Problem, oben zu bleiben, aber ich kann definitv nicht dahin reiten wo ich hin will. Nicht mal im Schritt. Wenn ich energisch werde, bricht Likas nach seitwärts hinten aus, um oben zu bleiben muß ich schön locker sitzen. Wenn ich ihn nicht weglasse und mit dem Sitz ihn versuche zu halten und vorwärts gehen zu lassen, steigt er. Ich weiß, der hat den Dreh genau raus und weiß wann ich mich fürchte und aufgebe.
Also reite ich trab/Galopp weiter, der Platz ist groß genug um trotzdem zu reiten, das gefährlich "Eck" , also den halben Reitplatz, lasse ich halt aus *grummel*. Kurz darauf ist der Kinderwagen samt Leuten verschwunden. Alles klar - Likas? Ohne drüber nachzudenken, lenke ich ganz normal wieder Richtung gefährliche Ecke, ist ja nix mehr gefährliches da. Aber Herr Pferd sieht Gespenster, er täuscht gut an, galoppiert da locker hin und bekommt als wir da sind urplörtzlich und ohne Vorankündigung eine Panickattacke die wieder in einer knapp 180 Grad Kehrtwendung endet. Diesmal hätte er mich beinah gehabt. Ich dachte echt, jetzt ist er wieder normal.

Ich entschließe mich, das Programm in der Reithalle fortzusetzen, damit Herr Pferd wenigstens noch was arbeitet. Sonst bin ich vermutl ich noch ne halbe Stunde damit beschäftigt, unfreiwillig Rollbacks zu üben. In der Reithalle läuft Likas dann prima, über fehlendes vorwärts kann ich mich nicht beklagen, aussitzen und Schulterherein rechsrum diesmal gut.
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Almut

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Sunday, May 16th 2010, 7:40pm

Sonntag, 16.5.2010 - Ausreiten für Rennpferde

Endlich Sonne! Um halb zehn geht es los, wir reiten endlich mal aus. Draußen auf dem frien Feld weht zwar ein strammer Wind, aber schön ists trotzdem. Heut hab ich Zeit, also die Seele baumen lassen. Das Reitprogramm heute? Alle langen Graswege abreiten und da Schitt gehen lassen - Spezialtraining für Möchte-gern-Rennpferde :D . Am Anfang war's ganz langweilig, Likas war träge, und ich bin etwas getrabt und galoppiert, wobei er defintiv keine Lust dazu hatte. Dann eben nicht! Und als er dann endlich wollte, hab ich auf dem Schritt bestanden.
Eine coole Galoppstrecke hab ich uns dann doch gegönnt, ein ganz schmaler Grasstreifen zwischen Weinberg und Betonweg. Also nicht gerade ein Weg, den man üblicherweise galoppiert. Höchste Konzentration, ein Schritt zu weit nach links und wir stolpern über die Weinberg-Drähte, ein Schritt weiter rechts und wir sind auf dem Beton. Da ich mir gaaanz sicher war, daß ich weder das eine noch das andere wollte, hat es auch gut geklappt und Likas hat sich gut Mühe gegeben, ist ordentlich an den Hilfen gestanden. Wenn es sein muß, geht es doch!
Aber das meiste von den knapp 2 Stunden war Schritt. Likas findet Graswege auch schön wenn man nicht galoppiert - er zählt die Grashalme und fragt ab und an, ob er einen haben darf. Darf er.
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Almut

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Wednesday, May 19th 2010, 6:11pm

Montag 17.5.2010 - Koppel wieder auf!

Heut will ich reiten. Komm um 18 Uhr in den Stall. Die Koppel ist offen! Die war ja die ganze Zeit wegen Nässe zu. Die Sonne strahlt. Nur war die Koppel leider morgens noch zu, Pferde waren also noch nicht auf der Koppel. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge (wäre gern geritten), packe ich Likas und gehe mit ihm auf die Koppel. Der kriegt vor Freude nahezu einen Tobsuchtsanfall und bockt wie ein Irrer über die Koppel, ohne in den ersten Minuten auch nur eine Sekunde ans fressen zu denken. Ich freue mich mit meinem Pferd und beeile mich, seine Freundin auch zu holen. Die wirft sich ins Gras und wälzt sich andauernd. Nach einer Weile beruhigen sich beide und fressen gierig Gras.
Lange währte die Freude nicht, wie aus dem Nichts zieht ein Gewitter auf, finstere Wolken. Nach 40 Minuten gelingt es mit gerade noch bei Sturmwind beide hoch in den Stall zu führen, ohne klatschnaß zu werden, die ersten Tropfen erwischen uns noch.
Nun mag ich auch nicht mehr reiten.
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Almut

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Wednesday, May 19th 2010, 6:15pm

Dienstag, 18.5.2010 - meine RB reitet wieder!

Welch Freude, meine RB möchte wieder reiten. Sie hat ja Anfang April ihr Baby bekommen. Traut sich jetzt aber nicht allein aufs Pferd. Also bin ich auch da und helf ihr erstmal rauf. Likas ist ziemlich ungnädig drauf, am Sonntag Schrittausritt, am Montag Ruhetag, und nun nach anstrengenden 4 Stunden auf der Koppel will jemand reiten. Also ist Herr Pferd unwillig, steif und doch etwas tmperamentvoll. Aber meine RB meistert das gut, ich darf auch mal 10 Min aufs Pferd, aber dann will sie doch lieber selber galoppieren als zuschauen. Hurra! Ich hoffe sie bleibt jetzt wieder dabei und traut sich allein.

Nachtrag: Im Heu wurde ein Teil eines toten Rehs gefunden. Mega-eklig. Habe noch eine Stunde lang geholfen, den Rest vom Ballen komplett zu entsorgen. Und wo ist wohl der Rest vom Reh? In einem anderen Ballen? Immerhin weiß ich, warum Likas seit Tagen sein Heu sogut wie nicht anrührt. Gott sei Dank hat er das liegen lassen. Es hat aber vor dem grausigen Fund niemand dem Heu angesehen / gerochen, dass was nicht i.O. ist.

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Wednesday, May 19th 2010, 6:19pm

Mittwoch 19.5.2010 - nicht geimpft

Um 17 Uhr haben wir Impftermin für Tetanus, Influenza, Herpes. Ich eile mich aus dem Büro raus zu kommen und hänge Likas noch ungeputzt eine knappe halbe Stunde an die Doppellonge, damit er noch was tut bevor die Impf-Schonzeit kommt. Zum rieten reicht mir die Zeit leider nicht mehr.
Um 17:15 Uhr dann der Anruf, daß sie eben ungedreht ist, wegen einem Notfall. Kann erst am Freitag kommen. So ein Mist. Jetzt bin ich wieder nicht geritten. Morgen kann ich nicht in den Stall, und dann kann ich Pfingsten auch nicht reiten. Un dwenn ich so lang nicht geritten bin, kann ich nächste Woche wohl auch nicht gleich in die Reitstunde gehen. Mal sehen *grummel*.
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Sunday, May 23rd 2010, 7:58am

Donnerstag 20.5.2010 - Ruhetag

Ich dachte ja, er wird geimpft und habe mir was anderes vorgenommen, war gar nicht im Stall :( .
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Sunday, May 23rd 2010, 8:09am

Freitag, 21.5.2010 - reiten und impfen

TA ist spät dran, ich reite vorher eine Dreiviertelstunde auf dem Platz. Leider steht der nach den letzten Regengüssen ziemlich unter Wasser, so das Likas nicht gut laufen kann. Es gibt viel Schritt und einen wenig Trab und Galopp am langen Zügel.

Dann wird Likas gegen Tetatnus , Influenza (mit Equip FT) und Herpes (Duvaxyn) geimpft. Tetanus haben wir 2 Monare überzogen und die Assistenz-TÄ fragt mich ob sie neu grundimmunisieren soll. Das lehen ich ab, selbst die TÄ meint, daß er äußerst unwahrscheinlich sei, daß nicht mehr genügend Titer da sind. Aber sie müsse mich das fragen.

Da es wieder mal eine Gelegenheit ist, dem TA Löcher in den Bauch zu fragen und nix wichtiges ansteht, frage ich, welches Berwegungs- oder Ruheprogramm sie nach der Impfung empfiehlt. Sie sagt, Bewegung, ausreiten im Schritt ist gut, aber wenn ich einen schönen Weg sehe, könne ich auch ruhig traben. Er soll sich halt nicht anstrengen müssen und vor Anstengung nicht schwitzen. Und wenn sie über die Koppel fetzen kanns ja auch passieren, daß sie sich anstrengen, das wär auch gar nicht schlimm, dann bekämen sie ein bißchen Fieber. Wär aber nicht schlimm wenn das passiert. Mann soll es halt mit dem reiten nicht übertreiben, aber sie hätten durchschnittlich weniger als einen Fall im Jahr, wo ein Pferd nach dem Impfung Probs hat.

Dann hab ich sie noch zu dem Mai-Artikel in der Cavallo zum entwurmen befragt, der Kommentar dazu war sinngemäß, daß es einer von vielen von den Tierärzten belächelten Artikel sei. Völlig weltfremd. Da bin ich aber beruhigt. Ich fand das ziemlich doff, was da propagiert wurde. Das provoziert ja, gar nicht mehr zu entwurmen.
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Sunday, May 23rd 2010, 11:52am

Samstag, 22.5.2010 - Bummelritt

der Pfingstsamstag ist richtig warm! Leider ist die Koppel nach schweren Regenfällen immer noch zu, aber immerhin ist jetzt die Anweidekoppel offen, die liegt höher. Also flugs Likas und seine Freundin dorthin gestellt.Nicht so flugs wie ich dachte - Gipsy ist rossig und die zwei auf dem Paddock quietschenden Pferde haben sich geweigert, gemeinsam mit mir zu gehen. Genau genommen ist Likas auf der Flucht vor der aufdringlichen Dame - er ist weggerannt sobald Gipssy in seine Nähe kam. Dabei ist er sonst der Boss und verteidigt sein Essen erfolgreich. Also einzeln führen, was anderes blieb mir nach einem langwierigen Versuch gar nicht übrig.

Während der 1,5 Stundne auf der Anweidekoppel war ich schön Paddock sauber machen und Gras sensen.

Dann beide Pferde wieder einzeln hoch und dann bin ich mit Likas eine Stunde ausgeritten. Vorher gut eingesprüht, wir haben jetzt massenweise Stechinsekten. Inzwischen wunderschöne Abendstimmung, auch Likas fand es toll. Wir waren bummeln, mit ein bißchen Trab und noch weniger Galopp. Alles am längeren Zügel und in der Haltung, die Likas wollte - das war ganz nach seinem Geschmack. Und alles sehr gemütlich, gelassen und entspannt.
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Almut

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Sunday, May 23rd 2010, 12:05pm

Pfingstsonntag - Frühritt

Um kurz vor 10 morgens schon ruft meine RB an, und berichtet stolz, daß sie ausreiten war, bzw. noch ist, gerade die letzten Meter durchs Wäldchen heim reitet. Ich höre das Hufgeklapper durch Telefon. Sie war ganz happy - sie ist das erste mal nach ihrer Schwangerschaft wieder allein geritten und gleich ins Gelände, auch ein bißchen Trab. Likas war brav, welch Glück. S. sagt, er weiß genau daß er auf sie Rücksicht nehmen muß und er wäre mit ihr besonders vorsichtig , wie mit einem Anfänger. Sie stapelt etwas tief, sie reitet ganz gut. Aber es ist wohl schon etwas wahres dran, Likas hat den 7. Sinn dafür, wann er brav sein muß.

Ich kann mich an die schlimmsten Auseindersetzungen und Bocksprünge /steigen / Durchgehversuche im Gelände erinnern, aber auch daran, daß er mich z.B. nachdem ich mir meinen Fuß gebrochen hatte und noch nicht mal laufen konnte, lammfromm durch die Gegend getragen hat. Ja, nicht laufen können aber reiten...! Aufs Pferd hat mir ja damals auch jemand helfen müssen und runter auch...

Jedenfalls bin ich so froh, daß sie wieder reitet und ein Erfolgserlebnis hat :thumbsup: .
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Almut

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Monday, May 24th 2010, 7:09pm

Doppelpost

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Monday, May 24th 2010, 7:36pm

Pfingstmontag - Pferd und Reiter sind heute glücklich

...der eine wegen des schönes Ausritts, der andere weil endlich die Koppel offen ist und die Chefin 7 Stunden erlaubt hat.

Heute war ich mit mit einer Stallgenossin ausreiten. Geniales Wetter, Sonne und Wind, warm und schön. Und die Böden noch nicht knallehart. Und wir beide haben alle Zeit der Welt. Und zwei schöne Schimmel marschieren zunächst in den Wald. Da waren wir schon lange nicht mehr. Im Schritt braucht man auch etwas über eine halbe Stunde bis man dort ist. Es wimmelt da nur so von Schnaken, aber unsere Einsprühmitteln helfen uns soweit, daß unsere Pferde ruhig laufen können. Als wir den Wald velassen, kommt unsere erste Trabstrecke, ein optisch sehr hübsches Wegchen, das sich zwischen Wiesen und Baumgruppen schlängelt. Zunächst im Trab, später im Galopp. Bald darauf die nächsten Galoppstrecke. Es ist heut nur schön. Likas macht zwar den Hlas steif und würde gerne fortstürmen, aber wir einigen uns diesmal, daß er seine Haltung selber bestimmen darf, wenn ich das Tempo bestimmen darf. Das ist ein solider Kompromiß :P und wir bleiben im normalen Geländegalopptempo ohne rasen (Hans-Guck-in-die Luft).

Endlich nicht allein! Wir beschließen, noch ein Stückchen weiter zu reiten, über die große Bundesstraße und einfach mal gucken, wo man da hinkommt. Wir reiten gut 2 Stunden vom Stall weg und erkunden neue Wege.

Als wir in ein Dorf kommen, steige ich ab, ist eh nur Asphalt, und nach knapp 2 Stunden braucht Likas Rücken eine Pause, zumal der Ritt noch lange nicht zuende ist. Ich finde es total toll, wie Likas dann mit mir läuft, so vertrauensvoll die Nase dicht neben mir, als ob er noch nie was anderes gemacht hätte. Das ist fast schöner, als oben drauf zu sitzen. Nach dem Dorf klettern wir noch durch einen kleinen Graben, und dann steht tatsächlich ein Stuhl mitten in der Obstbaumwiese, wie nett - eine Aufsteighilfe.

Dann treffen wir nicht ganz den Weg den wir gesucht haben, ne Karte haben wir natürlich nicht dabei, obwohl wir beide eine topografische Karte extra für diesen Zweck besitzen. Nun, nicht schlimm, dann müssen wir auch noch durchs nächste Dorf. Davor aber nochmal eine coole Galoppstrecke entlang eines Bachlaufs, müde ist ja noch keiner. Likas wartet immer noch auf das Startsignal zum Sprint, das aber wieder nicht kommt 8) . Und wir galoppieren nicht langsam und wir sind schon lange unterwegs....

Dann eine weitere Straße, auch hier muß man durch eine kleinen Graben, um überhaupt auf die Straße zum queren zu kommen. Likas mag nicht, aber als ich die Beine zu machen will, kommen kolonnenweise Autos aus beiden Richtungen und wir müssen erstmal warten. Beim 2ten Versuch klappt es und Likas marschiert souverän durch den Graben auf die Straße. Nach kurzer Beratung steigen wir beide dann wieder ab. Es geht steil hinunter - asphaltiert. Wäre noch kein Prob, aber unten endet es in Kopfsteinplaster, das ist sauglatt und steil.

Und es gibt einen kleinen Brunnen da. Das andere Pferd trinkt durstig und Likas guckt skeptisch. Ihm gefällt der schön angepflanzte Blumentopf besser als das Wasser. Das geht nicht! Ich halte Likas Wasser in der hohlen Hand Wasser hin und er schleckt, senkt dann die Nase in den Trog und nimmt einen zaghaften Schluck. Kein Durst- schmeckt nicht - traut sich nicht? Ich weiß nicht. Schließlich hält er seine Nase direkt unter den Wasserhahn, so daß das Reithalfter meiner frisch geputzten Kieffer-Trense platschnaß wird. Schimpfen mag ich nicht, das ist zu schön! Ich zeige nochmal energisch ins Wasser und Likas senkt folgsam seinen Kopf und tunkt ein - bis über beide Nüstern ! Clown! Braves Pferd - hat schon kapiert daß er seinen Rüssel da rein halten soll, aber trinken wollte er offensichtlich nicht. Ehe er erneut nach den Blumen linst, gehen wir besser weiter, das andere Pferd hat sich mittlerweile sattgetrunken.

Nun kommt der Hauptgrund des Absteigens - eine schmale Brücke. Man muß die Steigbügel hochmachen, damit diese sich nicht im Geländer verhaken können. Die Brücke übers Bächlein ist gerade so breit, daß ein gesatteltes Pferd durchpaßt. Gerade so. Rechts und links je ein paar cm Luft. Länge der Brücke ca. 5m. Das kennen auch beide Pferde, gar kein Problem. Obwohl ich es jedesmal etwas gruselig finde.

Danach diesmal ohne Aufsteighilfe wieder aufs Pferd und Richtung Stall. Es gibt noch eine Abenteuer-Strecke durch eine total verwilderte Obstbaumplantage, die Äste hängen so tief, dass wir indianerartig auf den Pferden hängen, um notfalls uns seitlich fallen lassen zu können. Dann ein nicht gemähter Wiesenweg, ein Spaß für die Pferde, das Futter wächst bis ins Maul hinein. Likas muß nicht mal den Kopf richtig senken um Gras ins Maul zu bekommen. Der bisherige Vorsatz, die Pferde unterwegs nicht beim laufen fressen zu lassen, ist dahin - lachend passen wir auf, daß unsere Pferde beim Grashalm-angeln nicht über ihre eigenen Füsse fallen.

Dannn kommt noch eine Galoppstrecke - Likas ist jetzt völlig entspannt, galoppiert elastisch und auch temporeich (aber ohne zu rasen), aber ein leises zupfen am Zügel mit dezentem Schenkeldruck verbunden bewirkt Hals fallen lassen und ich kann sogar über etliche Meter mit beiden Händen überstreichen, ohne daß er die Haltung verliert oder schneller wird. Er ist so relaxed und zufrieden. So könnte jeder Tag sein!!!

Nach gut 3 Stunden ist unser Rundritt zuende. Füße und Sattellage werden abgeduscht, immerhin haben wir 28 Grad. Und dann endlich geht es auf die Graskoppel. Während ich Wasser auffüllen gehe, muß sich Likas gewälzt haben, als ich mit den Kanistern wiederkomme, ist er ziemlich grün :D . Da ich vergessen habe, die Hufe zu kontrollieren, gehe ich nochmal zu ihm hin und lasse mir die Hufe zeigen. Likas nutzt die Gelegenheit, dafür ein Leckerli einzufordern - ich bin erstaunt daß das trotz Gras vor seiner Nase interessant ist. Ist es aber. Sehr. Und noch eins und nochs eins. Ich werd die Schimmelnase gar nicht mehr los. Es gibt gerade die Fermentgetreide-Dinger, die gegen Kotwasser beim anweiden helfen sollen.
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Ikke

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152

Monday, May 24th 2010, 8:25pm

*neidischwerd* Das hört sich richtig toll an - ich möchte leiden ich wäre auch schon so weit einen so tollen Ausritt zu genießen (wir sind leider noch nicht über ganz kurze Trabreprisen hinausgekommen :( )
Dein Likas scheint aber auch echt ein Schatz zu sein :love:

LG Ikke
Rund über den Rücken mit langem Hals in die Tiefe soll das Pferd gearbeitet werden.
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Almut

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Wednesday, May 26th 2010, 5:39pm

Ikke, wird bei Dir sicher auch bald soweit sein ;) .

Likas Qualitäten liegen schon eher beim Wanderreitpferd als woanders, da ist er der perfekte Kumpel :love:.

Ja, meist träum ich auch nur von solchen Ausritten, oft fehlen die Mitreiter oder ich hab nicht soviel Zeit oder oder.... aber für so einen Ausritt weiß ich wenigstens, warum ich alles andere drumrum auf mich nehme, von TA über Schmied oder Gras sensen weil die Koppel schon wieder unter Wasser steht. :thumbsup: .
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Almut

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Wednesday, May 26th 2010, 5:52pm

Dienstag, 25.5.2010 - Gewitter

Der Reitplatz ist staubtrocken, am Horizont sind dunkle Wolken. Reicht es noch zum reiten? Erstmal die Reitplatzbewässerung anmachen, das dauert..... Likas und seine Freundin reinholen....Reitplatzbewässerung ausmachen und Schlauch wieder einsammeln...Pferd putzen...satteln. Jetzt sieht man, daß es in nicht allzu weiter Fernde regnet und man hört den Donner. Nach 5 Minuten Schritt wird mir klar, daß es nicht mehr lang geht, die Frequenz des Donners hat zugenommen. Ich beschließe, sofort ein paar Runden zu traben und zu galoppieren, dann werd ich in die Halle müssen. In den nächsten 5 Minuten gesellen sich Blitze hinzu, die schwarze WOlke naht. Als die ersten 3 Regentropfen fallen, verlasse ich den Reitplatz und will in die Halle. Dazu muß man den Retiplatz entlagn (das ist unsere Einfahrt wo wir auch parken), da trabe ich schon mal - Asphalt hin oder her. Dann muß man eine lange Boxenreihe mit ca. 15 Boxen entlang - bin ich auch getrabt - dann muß man den Kopf einziehen - ziemlich weit - um durch ein weiteres Gebäude in die Halle zu kommen. Bis ich das erreichte waren wir klatschnaß. Bäh! Zum Ausgleich war es in der Halle furztrocken, die war natürlich nicht bewässert.

Da habe ich nun erstmal die fehlende Schrittphase ausgiebig nachgeholt, Schenkelweichen und im Schritt vorwärts geübt. Das ganz begleitet von dem ohrenbetäubenden Donnern und dem Prasseln des Regens. Beim Trab war mir klar, das wir das nicht lang aushalten, es staubt viel zu viel. Ich lausche auf den Regen und er hört tatsächlich auf. Also zurück auf den Reitplatz.

Nun, Likas stand heute seinen zweiten Tag ganztags auf dem Gras, da war dressurmäßig nicht viel zu wollen. Er war steif und unlustig, lediglich das galoppieren am längern Zügel und zum Schluß ein paarmal über einen Mini-Sprung hüpfen fand er lustig. Der Rest war vom Ergebins eher inakzeptabel, aber im Grunde war mir das vorher klar. Er braucht ein paar Tage, um sich an das ganztags-Gras zu gewöhnen.
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Almut

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Wednesday, May 26th 2010, 5:56pm

Mitwoch, 26.5.2010 - Ruhetag

Taj, wie gewöhnt man das Pferd ans ganztags-Gras? Die Koppel hat wieder zu - heute hat es den ganzen Tag geregnet, teils sehr heftig. Vermutlich hat die Koppel die nächsten Tag wieder zu. Ich bin jetzt das 6te Jahr in diesem Stall, kann mich nicht erinnern, daß wir es schon mal so schlimm mit dem Regen hatten, daß die Koppel so selten mal offen war.

Heut geh ich nicht in den Stall, also gibt es nicht mal gesenstes Gras. Vom sensen hab ich auch genug - beim reiten hat mir auch noch die rechte Schulter davon wehgetan. Und wenn es kein gesenstes Gras gibt, heißt es nach ein paar Tagen erneut stundenweise anweiden. Echt toll :thumbdown: .
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Ikke

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156

Thursday, May 27th 2010, 12:17pm

meinst Du wirklich Du mußt gleich nach ein paar Tagen neu anweiden?
Also unsere Bande hat zwischendurch immer wieder eine Weidepause (weil die Wiese sich dann etwas erholen muß) aber wir weiden nicht jedesmal neu an
Bisher hat auch noch keiner (toi-toi-toi) Probleme damit gehabt
Bei 1-2 Wochen sehe ich da kein Problem (wir lassen sie dann zwischendurch mal an der Hand ein wenig Gras zupfen) - ok unsere haben aber auch überhaupt kein Problem mit Kotwasser oder so beim anweiden ?(

LG Ikke
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dini30

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157

Thursday, May 27th 2010, 1:17pm

Also ich würd definitiv auch nicht neu anweiden. Nicht nach ein paar Tagen. Ich hatte auch schon ein paar Pausentage und hab ihn dann ganz normal wieder raufgeschmissen. Es geht doch auch eher um das erste, frische Gras nach langer langer Zeit ohne.
Warum machen eigentlich viele die Wiesen zu wenn es regnet? Ich hab das hier in noch keinem Stall erlebt. Unsere gehen auch bei tagelangem Dauerregen auf die Wiese und die verkraftet das eigentilch auch recht gut. Die zertrampeln die nicht.
...
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Ikke

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158

Thursday, May 27th 2010, 2:36pm

@ dini
ich denke, wenn man Weidefläche ohne Ende hat wird das schon hinhauen die Pferde immer draußen zu lassen (wobei das sicherlich auch auf etwas auf die Bodenbeschaffenheit ankommt)
Aber bei begrenzter Weidefläche macht es schon Sinn, bei Matschwetter die Wiesen zu sperren - sonst hat keiner was davon

LG Ikke
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Almut

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Thursday, May 27th 2010, 9:26pm

Tja, wir haben bis zur Heuernte Parzellen, die ca. 300-500qm groß sind und da stehen 2 bis 4 Pferde drauf. Das ganze ist tiefer gelegen, d.h. da staut sich das Wasser im Boden und die Wiese bleibt lange feucht. Wenn man die Pferde trotzdem drauf läßt, geht die Grasnarbe kaputt. Unser SB ist sehr vorsichtig, es hängt oben im Stall immer ein Schild, ob die Koppel offen oder zu ist, da muß man jeden Tag drauf gucken. Nachts gehen die Pferd je in ihre Boxen.

Ich kenne einen anderen Stall, die wollten es nicht glauben, haben ihre Pferde immer raus, auch wenn es naß war, die haben alle ihre Koppeln im ersten Jahr kaputt gekriegt und 3 Jahre gebraucht, bis wieder was gewachsen ist und wieder Pferde drauf konnten.

Bei und sieht man es jetzt schon, daß die Grasnarbe immer am Koppeleingang kaputt geht, weil die Pferde müssen da ja immer rein und raus, d.h. häufige Begehung und außerdem fetzen sie da gerne los und abends stehen sie da und warten daß man sie holt. Dieser Belastung ist das Gras schon ohne Nässe nicht gewachsen. Wenn es vom Prinzip her trocken ist und mal ein wenig regnet, bleibt die Koppel auch offen, aber es regnet diese Jahr sintflutartig - auch unsere Winterausläufe (höher gelegen) und der Reitplatz stehen unter Wasser.

Nach der Heuernte wechseln wir dann auf die Wiesen, wo zuerst Heu gemacht wird. Das ist meist so Anfang August, auch mal schon im Juli. Vor zwei Jahren bekam Likas beim umstellen eine Kolik. D.h. die Frühsommer Weidefläche war schon ziemlich abgefressen dann ging es auf die abgemähte Heuwiese. Ohne Regen-Pausentag. Da hab ich noch gesagt: er darf nur halbtags - und trotzdem hatte er eine schwere Kolik (seine bislang erste und letzte) weil er zuviel gefressen hat. Hat es beinah nicht gepackt.

Nochmal: warum würdet ihr nicht neu anweiden? Das frische Gras wächst wie blöd - und wenn Pferd 1 Tag kein Gras hatte (eine halbe Stunde grasen an der Hand ist da vernachlässigbar) - hat sich die gesamte Verdauung wieder umgestellt. Und beim anweiden geht es doch um die Umstellung der Verdauung um Kolik zu vermeiden? Ein bißchen Kotwasser interessiert mich nicht und vor seiner Überfress-Kolik hatte Likas nie was in der Richtung - er frißt halt ohne Unterlaß - typische Pferdeeigenschaft - nur frisches Gras ist dafür eigentlich nicht geeignet. Es gibt von iwest einen Artikel dazu, die empfehlen auch erneutes anweiden.

Likas war jetzt an 2 Tagen mehr als 5 Stunden auf dem Gras - da ist er dann vollgefressen bis zum umfallen. Wir haben vom Bewuchs auch eher eine Kuhwiese und keine Pferdeweide - die Wiesen sind sehr feucht und stehen voll im Saft.

Ich nehme an, daß frühestens am So vermutlich aber später (heute hat es den 2ten Tag ohne Unterlaß geregnet, morgen soll es nicht viel besser sein) die Wiese wieder aufmacht. Dann hat er 5 Tage kein Gras bekommen - außer das was ich ihm sense - und da ist meine Kraft auch langsam erschöpft. Ich KANN nicht jeden Tag. Meine Schulter tut weh und es kostet Zeit wie Heu...

...soll ich ihn dann wirklich einfach ganztags auf die Weise stellen wenn sie wieder aufmacht? Das ist so ca. von 9-18 Uhr, kann es auch regeln dass es von 10-17 ist, also 7 Stunden.
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Almut

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Saturday, May 29th 2010, 4:02pm

Donnerstag, 27.5.2010 - das Arab - Gen?

Regen ohne Ende. Also ab in die Halle. Vorher die Beregnungsanlage an und ich hab die ganze Halle für mich. Heute bin ich richtig stolz auf mich. Ich reite ganz konsequent so, wie es sein soll. Zuerst dehnen im Schritt und Schenkelweichen und Schulterherein. Schön im Takt und ohen das Pferd von der Strippe zu lassen. Dann im Trab erstmal schön vorwärts, dann aussitzen im Trab und Galopp und Übergänge. Likas ist anfangs etwas unwillig, aber ich schaffe es tatsächlich, jedesmal gleich dranzubleiben und nachzufragen, wenn er unerlaubt durchparieren will oder den Kopf hebt. Habe diesmal auch seit langem mal wieder Sporen an. Dann läuft Likas richtig gut, hat kapiert, daß das nicht läuft wenn er sich entziehen will und wir üben tapfer unsere Lektionen. Nach einer Dreiviertelstunde, denke ich mit jetzt noch einmal linksrum, dann hör ich auf, wenn gerade eine Regenpause ist, noch ne Schrittrunde nach draußen. Aber es kam anders. Der SB kam rein, um Heu zu holen (ein Teil der Halle wird als Heulager genutzt). Da bin ich dann hingeritten, um zu fragen wie es seiner Frau geht. Die ist nämlich vor ein paar Tagen von einem Pferd übel getreten worden. Und dann ging es los. Likas kriegt eine Panickattacke . Oder was auch immer. Auf der Hinterhand rum. Also wieder hingeriten an den Hallenausgang. Likas stemmt sich schon mit allen vieren in den Boden und will nicht und schnorchelt und signalisiert, daß er nicht will. Da tropft es noch von der Beregnungsanlage ein bißchen (tat es die letzte Dreiviertelstunde auch und es hat ihn nicht gestört). Das kenn ich schon - Bein zu und Likas schießt nach seitlich hinten weg. Obwohl ich weiß daß das kommt, hab ich Mühe, oben zu bleiben. Nächster Versuch. Pferd stehen lassen und abwarten. Der wird sich schon einkriegen. Denkste. Steht - glotzt - schnorchelt - zittert. Ein paar Schritte vor - wieder zurückspringen usw. - nach einer halben Ewigkeit schaffen wir es, durch den Hallenausgang zu reiten. Dabei ist genau das seit gut 5 Jahren die Belohnung, wenn wir mit reiten fertig sind. Und nun ist' s das Schlimmste auf er Welt???

Nun bin ich natürlich wieder am grübeln, woran es liegt. Hab ich ihn zuvor überfordert - zu lang geritten?
Hab ihn ja ziemlich getriezt, dachte aber er würde schön und locker gehen und hatte nicht den Eindruck daß er am Ende seiner Kraft ist. Allerdings weiß ich, daß das "ich-bin-blöd-Gen" fast nur dann zum Ausbruch kommt, wenn er schön locker vorwärts geht. Da scheint ihm buchstäblich das Blut ins Hirn zu steigen und dann was auszurasten.

Oder reiner Zufall? Plötzlich die tropfende Beregnung wahrgenommen und sich zu Tode erschreckt? Das Ding tropft immer - hat ihn in den letzten Monaten nie interessiert.

Vor allem ist der Hallenausgang die Stelle, wo es nach der Arbeit raus geht und wo ich gern zum quatschen stehen bleibe - und das findet Likas normalerweise toll - besser als arbeiten. Er kennt es, da minutenlang zu stehen und nichts zu tun. Und genau das hatte ich ja vor - quatschen gehen.

Na ja, bin also mit einem ziemlich aufgeregten Pferd aus der Halle und noch ne kleine Runde ins Gelände, da hat er sich schnell wieder eingekriegt.
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