Es ist sehr sehr heiß, ich habe mich abends zum ausreien verabredet, denke schon, daß war ein Fehlerm es ist drückend, es ist heiß, es könnte ein Gewitter kommen. Heute hatten wir ca. 35 Grad. Wenn es mal reicht.
Aber, wir sind zu zweit, ein kleine Runde wird nicht schaden. Bis die Pferde von der Koppel gehotl sind, abgeduscht und gesattelt, klart es auf, ein Windchen weht, die Schwüle läßt nach, es sieht nicht mehr nach Gewitter aus. Die Wege zwischen den Feldern und Weinbergen sind bretthart, an Trab oder mehr ist nicht zu denken. Aber - es ist doch jetzt überall Heu gemacht worden - wir haten nach wochenlangem Regen ja jetzt 14 Tage trocke und heiß, es MUSS überall gemäht sein. Also - auf die Wiesen! Die liegen tief, neben einem Wäldchen. Das Heu ist bereits gepresst, genial. Man kann wählen, ob man auf dem Wiesenweg reitet, der ist etwas unebne und auch hart, oder man geht direkt auf die Wiese, die ist etwas wellig und uneben, Löcher gibt es natürlich auch. Dafür ist sie herrlich weich und federnd - Pferde und Reiter können nicht wiederstehen. Wir fangen mit Trab an und später galoppieren wir. Wunderschön. Die Pferd fliegen nur so mit dem weichen Boden unter den Füßen. Allerdings fliegen wir etwas langsam, da wir aufgrund der Wellen und der Löcher uns noch etwas unsicher fühlen.
Weiter geht es in den Wald, wo der Boden etwas härter ist, aber immerhin noch weicher als die Feldwege. Eigentlich wäre das die Schrittstrecke gewesen. Aber die vielen Insekten überzeugen uns schnell, daß man da auch langsam traben kann. Dann geht es noch über einen Teil der Wiesen wieder zurück, also Heimweg, auch wenn das noch weit weg vom Stall ist. Likas benimmt sich wie ein Rennpferd in der Startbox, das auf den Startschuß wartet. Pech gehabt, wir traben extra für Likas erst ein wenig, gehen dann zum langsamen Galopp über. Fast aussitzen. Solange bis er endlich mal etwas nachgibt, und sich entspannt. Schade, das Rennen hätten wir gewonnen

! Und geschwitzt hat Likas auch als ob er das Rennen gegangen wäre, während das andere Pferd schön trocken blieb. Aber das geht wirklich nicht, daß ich ihn da abfetzen lasse. Man muß sich das so vorstellen, daß man eine breite grüne Wiese vor sich hat, so weit das Auge reicht. Voll genial. Nur die Wiese endet direkt an einer vielbefahren Straße, die man dann am Bahnübergang queren muß.
Schön wars trotzdem, auch wenn Likas wohl etwas enttäuscht war, ich war happy, daß ich es so gut im Griff hatte und auch nicht mit ihm diskutieren mußte und es gab sogar noch eine weitere schöne, aber kurze Galoppstrecke, wo Likas sich dann sogar schön abgestreckt hat.
Das war ein traumhafter Ausritt!